Der Beitrag ist inspiriert von einer Frage, die ich auf Instagram bekommen habe;
„Ob ich Köln vermisse?“
Die gleiche Frage haben wir uns gestellt, als wir am 11.11. morgens Radio Köln laufen hatten und gerade 2 Wochen in Norwegen waren.
Fürs Protokoll, Radio und dann Radio Köln läuft normalerweise bei uns nicht und wir hatten es bewusst eben zum 11.11. angemacht. Und wenn wir es ganz genau nehmen, war es Laura.
Wir haben uns dann darüber unterhalten, ob die Musik in uns irgendetwas auslöst, ob wir die Stadt vermissen.
Das Ergebnis auf das wir kamen, lässt sich schwer in getippte Worte fassen, aber wir waren uns einig, dass es weniger die Stadt im heutigen Zustand ist, was man mit den Liedern verbindet.
Es ist eher eine Zeit in der es eben die Eckkneipen waren die das Stadtbild prägten, mit den dazugehörigen Charakteren.
Heute ist es einfach eine andere Zeit.
Man trifft sich nicht zum Bier an der Kneipe, man trifft sich in der Shishabar.
Und genau diese dominieren auch das heutige Stadtbild.
Es ist eben einfach anders.
Das ist auch keine Beschwerde von mir, denn wie sollte ich mich auch beschweren, ich geh auf die 40 zu und bin zweifacher Familienvater.
Mich bekommst du so schnell zuhause nicht mehr raus 😃
Und das ist aber ja auch der Punkt:
Wenn man nicht raus geht, nicht Teil einer Entwicklung ist, dann braucht man sich nicht zu beschweren dass es eben nicht so ist, wie man es gerne hätte.
Deswegen meine ich ja auch einfach, dass die Zeiten einfach unterschiedlich sind.
Aber das ist am Ende eben auch nicht mehr unsere Zeit.
Und so sind wir drauf gekommen, dass wir ansich garnichts vermissen.
Aber wenn es etwas wäre, dann wäre es wohl eher die Zeit, die wir mit der Musik assoziieren und nicht ein Ort, an den man einfach zurück ziehen könnte.
Es klingt hart, aber unser Köln gibt es nicht mehr, weswegen uns der Weggang auf der Ebene wahrscheinlich auch so einfach gefallen ist.
Aber es ist auch nicht schlimm, das Leben ist voller Entwicklungen und so entwickelt sich unser Leben als Familie hier weiter.
serud