Neuschnee!
In der Silvesternacht fielen in unserer Region 50cm (n halber Meter!) Neuschnee, was zugegebenermaßen auch schon für Sørøst- (Südost-) Norwegen viel in einer Nacht ist.
Neuschnee bedeutet auch nur Neuschnee, die 20 – 30 cm fester Schnee die vorher schon da lagen, sind da noch nicht mit drinne.

Da war mal n Kamin
So begann der Tag um 04:30 erstmal mit dem Freischüppen der Einfahrt sowie Garage, so dass wir uns überhaupt zum Zug bewegen konnten.

Da wir ja Neujahrsmorgen hatten, waren die Straßen sowie der Bahnhofsparkplatz noch nicht geräumt.
Dies führte zum einen dazu, dass wir mit dem Auto die ein oder andere Schneemauer durchbrechen mussten und zum andern, wir knöcheltief durch den Schnee zum Gleis wateten.
Mit Koffern.
Und Kindern.
Godt nytt år sammen! 😀
Ich hab auch keine Ahnung, ob wir den Wagen da nach einer Woche überhaupt wieder rausbekommen.
Zum einen war der Schnee dort knietief, zum andern schneit es ja noch weiter und das Räumen des Parkplatzes sorgt dafür, dass unser Auto ein eisiges Korsett verpasst bekommt.
Aber das werdet ihr wohl mit uns am Ende dieser Reise erfahren.
Seien wir gespannt!

Angekommen im Zug entspannte sich die Situation aber wieder relativ rasch.
Ich find die Züge in Norwegen super, zumindest die die ich kenne.
Nie überfüllt, einstellbare Sitze und wir hatten einen 4er mit Tisch reserviert.
Alle Leute wie gewohnt freundlich und einfach normal.
Die paar Std zum Flughafen vergingen wirklich wie im Flug, die Kinder machten auch super mit und die Wartezeit im Flughafen ist auch schon beinah als entspannend zu bezeichnen.

Wieso war verreisen nicht immer so die letzten Jahre?
Sind wir entspannter nach den ersten 10 Wochen hier? Wahrscheinlich.
Sind die Kinder auch schon etwas größer, können sich beschäftigen, spielen mit dem Tablet etc?
Wahrscheinlich auch das.
Ist es trotzdem an allen genannten Orten einfach entspannter durch die norwegische Art und durch die einfach überall geringere Anzahl an Menschen? Ganz klar, ja.
Interessant war auch, dass Flugzeuge bei Schnee und Eis von diesem befreit werden mussten, bevor sie starten können. Kannten wir vorher auch nicht, macht aber natürlich Sinn.
Der weitere Flug verlief weiterhin sehr entspannt 🙂
In Deutschland angekommen merkten wir relativ schnell wieder den Unterschied zu Norwegen.
Es sind einfach überall mehr Menschen, was auch erstmal wertungsfrei von mir gemeint ist.
Es ist einfach wie es ist.
Aber wer Interesse an Zahlen hat, für den kommen hier ein paar Facts:
Norwegen hat in etwa die Fläche von Deutschland bzw ist so betrachtet sogar ein wenig größer.
Natürlich kann man das schwer vergleichen, da die Nutzflächen sehr unterschiedlich sind, aber einfach mal für die Zahlen, teilen sich diese Fläche in Deutschland 85 Millionen Menschen und in Norwegen gerade einmal 5 Millionen.
Alleine Nordrhein-Westfalen, wo wir ja herkommen leben 18 Millionen Menschen.
Das ist so verrückt.
Daraus ergeben sich aber eben auch viele Sachen, wie mehr Auswahl in allem, günstigere Preise, mehr Freizeitangebote etc.
Aber back to topic, nach unseren 10 Wochen Norwegen fiel dies sehr schnell auf.
Flughafen voller, Autobahn voller und ja, wir kommen nicht drumherum es so zu sagen: Menschen gestresster.
Schnell den Mietwagen entgegen genommen, welcher uns für die Woche ca 120€ kostete und ab zu unseren (Schwieger)Eltern, wo wir die Zeit in Deutschland verbrachten.
Die Woche alte Heimat war nun ein Aneinanderreihen von Familenbesuchen und nachgeholten Weihnachtsfeiern, was für alle sehr schön war, aber eben auch nicht unstressig war.
Nach aber unterm Strich schönen und ereignisreichen 7 Tagen ging es dann aber wieder Richtung neues Zuhause, wo wir von einem wunderschönen Sonnenuntergang in Empfang genommen wurden.

-Ende-
…
Achso, aber was war mit unserem Auto und sind wir zuhause überhaupt wieder reingekommen?
Zum Auto lässt sich sagen, dass es zum Glück weniger schlimm als erwartet war. Man sieht es hier aktuell immer wieder, wenn Autos länger irgendwo stehen und der Schneepflug mehrmals daran vorbei gefahren ist, dass die Autos dann wirklich eingemauert hinter einer Mauer aus Schnee verschwinden.
Das ist uns Gott sei Dank erspart geblieben 🙂
Unsere Einfahrt zuhause war auch noch so ein Thema… Wir konnten in den Kameras ja die ganze Zeit beobachten wie der Schnee weiter anstieg und uns vor große Probleme stellen würde, wenn wir dann abends um 21 Uhr mit 2 Kindern zuhause ankommen und nicht auf unser Grundstück kommen würden 👀
Zu unserer großen Überraschung schrieb ein Arbeitskollege, der mich bis dahin ja auch erst 4 Wochen kannte, dass wir jetzt nochmal die Kameras checken sollten…
Das taten wir und sahen, dass unsere Einfahrt geräumt war…
Besagter Arbeitskollege hatte mit einem anderen Kollegen sich die Schneefräse geschnappt und unsere Einfahrt geräumt 🤯
Und da bin ich ihnen bis heute noch sehr dankbar für 🙏🙏🙏
serud